Rena Larf: Auf den Hund gekommen - die bisherigen Folgen:
Liebesgeschichten-Autor
Links die Speisekarte, rechts Vortragskünstlerin Rena Larf: "Zum Diner lese ich meinem Publikum gern erotische Geschichten vor."
Die bekannte Hamburger Autorin und Vortragskünstlerin Rena Larf über Liebesgeschichten, das perfekte Mondschein-Diner und Reaktionen ihres Publikums. - Mit der Schriftstellerin sprach meinebestenseiten.de Mitarbeiter Frank Sauerland. Allen Lesern schenkt die Autorin eine kostenlose Geschichte auf meinebestenseiten.de
Sie haben Erfolge mit ungewöhnlichen Lesungen. Wo tragen Sie vor, was erwartet die Zuhörer?
Rena Larf: Als Literaturinterpretin inszeniere ich niveauvolle und exklusive Dinnerlesungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten in Restaurants und Hotels. Ein Dinner kombiniert mit einem Leseerlebnis, individuell und persönlich für die Gäste zusammengestellt, ist ein Ereignis der speziellen Art. Worte haben prägende Kraft, laden ein zum Entschleunigen in unserer hektischen Gesellschaft und sind unaufdringlich integrierbar in den Ablauf eines festlichen Abends.
Wie finden Sie die Stoffe für die Abende, wie entwickeln Sie das Programm?
Rena Larf: Natürlich erfolgt erst ein ausführliches Gespräch mit dem Auftraggeber in dessen Verlauf die gewünschte Thematik festgelegt und das Programm entwickelt wird. Da kann das poetische Liebes-Häppchen zum Valentinstags gebucht werden, das Märchen- oder Schokoladendinner, Kriminalgeschichten aus dem Orient-Express, ein Rilke-Abend, Schauriges mit Edgar Allan Poe, das perfekte Mondschein-Dinner, Fantasy-Menüs bis hin zu thematisch variablen Weihnachtslesungen. Die Möglichkeiten sind nahezu unerschöpflich. Selbstverständlich wird die Lokalität auch literarisch in den Ablauf integriert.
Gab es auch schon mal negative Rückmeldung?
Rena Larf: Bislang hatte ich das Glück mit kompetenten Kooperationspartnern zu arbeiten. Als Literaturinterpretin lese ich nicht einfach aus einem Text vor, sondern gebe ihm mit meiner Art der Präsentation ein persönliches Profil. So entsteht kreativer Spielraum durch Pausensetzung, Betonung und Stimme. Ich finde es spannend, Texte der klassischen Weltliteratur neu zu interpretieren und dafür zu sorgen, dass sie dem modernen Ohr nicht verloren gehen. Und so gab es bislang nur positive Rückmeldungen.
Sie schreiben auch selbst. Was sind Ihre Themen?
Rena Larf: Die Themen sind unterschiedlicher Natur, da ich mich nicht ausschließlich einem festen Genre verschrieben habe. Meinem selbst gewählten literarischem Spektrum „Bandbreite statt Schmalspur“ folgend gibt es Texte voll Poesie, moderne Märchen für Erwachsene und Kindergeschichten genauso wie Mystery, Erotik, Crime und Beziehungsgeschichten.
Eine Ihrer erfolgreichsten Veröffentlichungen ist “Das Liebesleben einer Macho-Frau”. Wie kam es zu dem Buch?
Rena Larf: Nach dem lyrischen Band „Das Spiel Der Sinne“ (2001) und meiner erotischen Kurzgeschichtensammlung „Puls Der Leidenschaf(f)t…“ (2003) dachte ich mir, dass es 2006 Zeit für einen originellen „Bettseller“ war: „Das Liebesleben Einer Macho-Frau.“ Ein Buch über eine moderne Prinzessin, die einen wilden Streifzug durch die Männerwelt unternimmt. Natürlich wurde ich dabei auch durch die Medien beeinflusst. Die Protagonistin Scarlett verkörpert eine Macho-Frau, die zwischen wilden Flirts a la Edie und Gabrielle sowie tiefer Frustration wie Susan (Desperate Housewives / Pro7) hin und her schwankt und Männer dabei eiskalt benutzt. Mir lag daran, einen Spagat zwischen Tagebucherzählungen wie Carrie aus ‘Sex and the City’, den verzweifelten Hausfrauen sowie eigenen Erfahrungen zu schaffen. Da kommt es präzise und schnörkellos zur Sache. Hetze nach Liebe in der Großstadt. Da wird durch Amouren gezappt ohne Atem zu holen. “Das Liebesleben einer Macho-Frau” ist ein Einblick in das Sexualleben einer modernen Frau. Mal bissig, mal urkomisch, immer mit einem Augenzwinkern und oft herrlich in die Klischeekiste gegriffen - eine Geschichte, gespickt mit erotischen Eskapaden, Pannen und jede Menge Gefühl.
Wie deutlich darf Erotik Ihrer Meinung nach in Texten formuliert werden?
Rena Larf: In einem Buch dürfen meiner Meinung nach deutliche Inhalte durchaus beschrieben werden. Bestimmte Facetten der Erotik können aber natürlich das moralische Empfinden stören. Wichtig ist in jedem Falle, dass die Selbstkontrolle des Autors greift und diese Texte nicht in falsche Hände geraten.
An was arbeiten Sie gerade und welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Rena Larf: Für die zweite Hälfte des Jahres 2009 ist ein weiteres erotisches Lesebuch geplant. Dann möchte ich unbedingt einen Edgar Allan Poe-Abend im Hotel auf den Weg bringen. Mit so tollen Stories wie „Der schwarze Kater“,„Die Grube und das Pendel“, „Hopp - Frosch“ oder „Die Maske des Roten Todes“. Mit dem Kollegen Wolfgang A. Gogolin werde ich ab August als Duo „GoGo-Spezial“ mit einem frechen Programm auf Tour gehen, vorerst in Hamburg und drumherum. Und dann möchte ich noch im kommenden Jahr mein Märchenbuch zu Ende bringen, wenn ich dafür einen geeigneten Illustrator finde.
Rena Larf lebt und arbeitet als Autorin in Hamburg. Sie veröffentlicht in Online-Podcasts sowie in Anthologien und Literaturzeitschriften. Drei Bücher hat sie heraus gebracht, zuletzt Das Liebesleben einer Macho-Frau.
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Die erste Romanfolge der Reihe stehen in der Liste oben, die neueste Romanfolge steht unten.